Tropeninstitut will ins Baselbiet ziehen

Platzproblem

Das Schweizerische Tropeninstitut (STPH) klagt über Platzprobleme: Am heutigen Standort an der Socinstrasse 57 in Basel sind 600 Mitarbeitende in sieben Gebäuden tätig – dies mitten in einem Wohnquartier.

Das renommierte Forschungs- und Dienstleistungszentrum, in welchem sich Reisende gegen Tropenkrankheiten impfen lassen, ist quasi Opfer des eigenen Erfolgs: Der Umsatz hat sich in den letzten 15 Jahren verdreifacht.

Investitionen bis zu 90 Millionen

Ein Um- und Weiterbau ist im bestehenden Umfeld unmöglich. Deshalb will das STPH an einem anderen Standort neu bauen, wie «Onlinereports» berichtet. Labors und Büros sollen künftig in einem einzigen Gebäude Platz finden; die Investitionen betragen bis zu 90 Millionen Franken. Die Verantwortlichen haben ein Areal im Allschwiler Bachgraben im Auge; Verhandlungen mit dem Landeigentümer, dem Bürgerspital, sind im Gang, bestätigt Joakim Rüegger, Leiter Hochschulen im Erziehungsdepartement und staatlicher Vertreter im STPH-Kuratorium. «Wir stehen aber noch am Anfang.» Rüegger hofft, dass bis Mitte 2014 eine pfannenfertige Lösung für das Raumproblem auf dem Tisch liegt.

Mit dem Umzug würde Baselland erstmals Standort eines universitären Instituts. Bildungsdirektor Urs Wüthrich frohlockt: «Mit diesem Standortentscheid würde klargestellt, dass sich das STPH in attraktivem Umfeld weiter entwickeln will – eine ausgezeichnete Referenz für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Baselland.» (HAJ)

Quelle: az Fricktal, Aarau

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