TagesWoche | Donnerstag, 26. Juni 2014

Basel

Ein Innovationspark für die Nordwestschweiz

Von sda und Hannes Nüsseler

So soll der zukünftige Sitz des Nordwestschweizer Innovationsparks auf dem Allschwiler Bachlettenareal aussehen. (Bild: SIP)

Das von den drei Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura gemeinsam mit der Handelskammer beider Basel ausgearbeitete Bewerbungsdossier für einen Netzwerkstandort des nationalen Innovationsparks war in Bern erfolgreich. Die Konferenz kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) verabschiedete an ihrer heutigen Plenarversammlung das Aufbaukonzept für den nationalen Innovationspark. Darin empfiehlt die VDK dem Bund unter anderem den Schweizer Innovationspark Region Nordwestschweiz (SIP NWCH) als Netzwerkstandort.

Man freue sich über den positiven Entscheid, liess der Verein SIP NWCH in einer Medienmitteilung verlauten. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft wolle man nun die nötigen Schritte zum Aufbau des Innovationsparks mit dem Themenfokus «Biomedical Engineering, Sciences, and Technologies (BEST)» in Angriff nehmen. Bereits Anfang 2015 kann kann das Nordwestschweizer Projekt in bestehende Räumlichkeiten in Allschwil BL einziehen, ab Mitte 2018 soll der definitive Standort auf dem Bachgrabenareal in Allschwil bezogen werden.

Auf Bundesebene erarbeitet das zuständige Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) nun eine Sonderbotschaft zur Errichtung des nationalen Innovationsparks, welche im Herbst 2014 vom Bundesrat an die eidgenössischen Räte überwiesen werden soll. Ob und in welcher Form sich auch der Bund, gestützt auf das Bundesgesetz über die Förderung der Forschung und der Innovation, finanziell am Aufbau des Nationalen Innovationsparks beteiligt, ist also noch offen.

Bestätigung für inhaltliche Qualität

Im Rahmen einer Ausschreibung hatten sich bis Ende März 2014 insgesamt acht Projekte als Netzwerkstandorte des geplanten Nationalen Innovationsparks beworben. Die VDK empfiehlt nun dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), neben den gesetzten Hubstandorten nahe der Eidgenössischen Hochschulen, zwei dieser Projekte in die Startformation des Nationalen Innovationsparks aufzunehmen. Dabei handelt es sich um das Projekt «innovAARE» des Kantons Aargau und das von den drei Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura eingereichte und getragene Projekt des «Swiss Innovation Park Nordwestschweiz (SIP NWCH)».

Die Volkswirtschaftsdirektoren der drei Kantone drücken in einer gemeinsamen Pressemitteilung ihre Freude darüber aus, dass das gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft entwickelte Projekt sowohl bei den Experten wie anschliessend im Vorstand und im Plenum der VDK gut aufgenommen und zur Umsetzung empfohlen worden sei. Der positive Entscheid der VDK sei eine Bestätigung für die inhaltliche Qualität des Projektes, aber auch eine Anerkennung für die breite Abstützung in Wirtschaft und Wissenschaft in beiden Basel und im Jura. Mit dem Aargauer Projekt «innovAARE» sei ebenfalls eine Zusammenarbeit vorgesehen.