Basler Zeitung, 8. März 2015

Klares Ja für Umfahrung Allschwil

Der Stimmberechtigten des Landkantons möchten der verkehrsgeplagten Gemeinde Allschwil mit einer Umfahrungsstrasse helfen.

Die Umfahrung von Allschwil hat eine erste Kurve genommen: Die Baselbieter Stimmberechtigten haben mit 61,87 Prozent Ja-Stimmen eine Initiative gutgeheissen, die das Strassenvorhaben im kantonalen Strassengesetz festschreibt. Die Stimmbeteiligung lag bei 35,2 Prozent.

Die von Allschwiler Politikern aus FDP, CVP, SVP und SP lancierte Initiative wurde mit 38’821 zu 23’928 Stimmen angenommen. In Allschwil selbst sagten 75,44 Prozent Ja. Damit wird ein neuer Paragraph ins Strassengesetz aufgenommen, der den Kanton anhält, die Umfahrung von Allschwil «mit besonderer Dringlichkeit» zu planen und zu bauen.
BaseLink

Finanzierung noch unklar

Diese könnte aus einem «Zubringer Allschwil» von der Basler Nordtangente (A3) ins nördliche Gewerbegebiet von Allschwil und einem Tunnel an den Südrand der Gemeinde bestehen. Die Regierung schätzt die Kosten auf etwa 430 Millionen Franken. Die Finanzierung ist indes noch unklar.

Regierung und Bürgerliche waren für die Initiative, da die Umfahrung der Gemeinde die dringende Entlastung vom Pendlerverkehr bringe. Dagegen waren SP und Grüne, die mehr ÖV wollten und befürchten, dass die Strasse der erste Schritt zur umstrittenen Basler Südumfahrung sein könnte.

(amu/sda)

BAZ_Grafik_Umfahrung

BaseLink

BaseLink
Quelle: Landeskanzlei

Kartendaten: Bundesamt für Landestopographie, GIS-ZH, Vermessungsamt Bern, eigene
Grafik: TA/tg.