Unternehmenssteuerreform III

«DAS BASELBIET SOLL FÜR UNTERNEHMEN ATTRAKTIV BLEIBEN»

Anton Lauber IIII Die Reform im Interesse
des Kantons ausgestalten:
Regierungsrat Anton Lauber
IIII
Seit einiger Zeit steht das Schweizer Steuersystem in der Kritik. EU, OECD und G20 monieren besonders die kantonalen Steuerrabatte auf im Ausland erzielten Erträgen. Im Zentrum steht dabei die Besteuerung von Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften sowie von Prinzipalgesellschaften. Der Bund und die Kantone erarbeiten deshalb eine Reform der Unternehmenssteuer, die frühestens 2018 die aktuelle Praxis ablösen soll.«Die Unternehmenssteuerreform III (USR III) bringt wohl die tiefgreifendsten Änderungen seit langer Zeit», sagt Regierungsrat Anton Lauber und betont:

«Das Regierungskollegium und an vorderster Front ich als Finanzdirektor setzen alles daran, damit diese Reform im Interesse des Kantons und unserer Wirtschaft ausgestaltet wird. Das Baselbiet soll für die ansässigen wie auch für ansiedlungswillige Unternehmen steuerlich attraktiv bleiben.»
III

Mögliche Lösungen werden immer deutlicher

Wie die USR III letztendlich aussehen wird, ist zwar noch nicht beschlossen. Mögliche Lösungen werden aber immer deutlicher. Aktuell stehen drei Massnahmen im Vordergrund, die den betroffenen Unternehmen auf andere, international akzeptierte Weise Steuerentlastung bieten sollen.

Als Erstes die sogenannten Lizenz- oder Innovationsboxen. Diese erlauben es den Unternehmen, Lizenzerträge oder Erträge von Immaterialgütern wie z.B. von Patenten mit einem tieferen Steuersatz zu versteuern. Als zweites sollen vor allem die gemischten Gesellschaften beim Statuswechsel zur Normalbesteuerung stille Reserven in der Steuerbilanz ohne Besteuerung auflösen können. Dadurch entstehen grössere Abschreibungsmöglichkeiten für die Zukunft, was wiederum die Bemessungsgrundlage für die Steuern reduziert. Als drittes sollen Gesellschaften beim Zuzug aus dem Ausland die gleiche Möglichkeit erhalten.

«Sollten die beschlossenen Massnahmen nicht ausreichen, werden wir sie kantonal allenfalls mit einer Senkung der Gewinnsteuer ergänzen», sagt Finanzdirektor Lauber.